Zierstempel

  • Lieber bayern klassisch,


    Auf die Idee von aptierten Zierstücken wäre ich noch nie gekommen, aber Deine Argumentation insbesondere bezüglich der Pflegeintensität der Zierstücke ist extrem plausibel. Sicherlich kann das nicht für jeden zierstückfreien Stempel gelten, denn wo es nur solche gab kann es natürlich niemals welche mit Zierstück gegeben haben. Es sei denn, die Postler hätten schon nach ein paar Tagen die Schnauze von diesen teils filigranen Teilchen voll gehabt. Hier ergäbe sich u.U. für Heimatsammler ein reiches Betätigungsfeld-


    Fest steht auf jeden Fall, dass ich heute an einem einzigen Tag in diesem Thread auf zwei interessante Aspekte (Stellschrauben, mögliche Aptierungen) aufmerksam gemacht worden bin, an die ich vorher 40 Jahre lang nicht im Traum gedacht hatte. Und allein schon dafür bin ich den Vätern dieses Forums ewig dankbar und rufe ihnen zu:


    :thumbup: Ihr könnt stolz sein auf Euer Kind!!! :thumbup:


    Liebe Grüße von maunzerle :thumbsup:

    "Ein Leben ohne Philatelie (und Katzen) ist möglich, aber sinnlos!" (frei nach Loriot, bei dem es allerdings die Möpse waren - die mit vier Beinen wohlgemerkt)

  • Lieber maunzerle,


    du hast mit deinen hochinteressanten Briefen und Entwertungen schon so vielen die Augen geöffnet und erweitert, dass deine Jünger auch dir mal ein bißchen zurück geben möchten. :)


    Liebe Grüsse von bayern klassisch

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

  • Lieber bayern klassisch,


    Ich denke, dass jeder Forumsteilnehmer selbst beurteilen kann, wer von uns beiden der Meister ist. Für die, die es nicht können: maunzerle ist es nicht !!!


    Liebe Grüße von maunzerle

    "Ein Leben ohne Philatelie (und Katzen) ist möglich, aber sinnlos!" (frei nach Loriot, bei dem es allerdings die Möpse waren - die mit vier Beinen wohlgemerkt)

  • Lieber maunzerle,


    clericus clericum non decimat - ich glaube, das kommt eher hin. ^^


    Liebe Grüsse von bayern klassisch

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

  • Lieber bayern klassisch,


    Non approbo!


    Liebe Grüße von maunzerle

    "Ein Leben ohne Philatelie (und Katzen) ist möglich, aber sinnlos!" (frei nach Loriot, bei dem es allerdings die Möpse waren - die mit vier Beinen wohlgemerkt)

  • Hallo bayern klassisch,


    in post 9 zeigst du einen Stempel aus Hofheim. Der Brief soll aus dem Jahr 1867 sein. Kann es sein, dass dir da ein Zahlendreher unterlaufen ist? Dieser Stempel ist erstmals Mitte 1877 belegt. Es gibt allerdings Briefe des Landgerichtes Hofheim, Klageschriften betreffend, die auf das Jahr 1867 datiert sind und diesen Stempel tragen. Alle diese Briefe wurden aber erst 1877 versandt, also 10 Jahre später. Offensichtlich wurden diese Klageschriften nach einer 10jährigen Frist von Hofheim an das Bezirksgericht Schweinfurt übersandt. Nur wenige dieser Briefe sind mit Marken versehen, die auf die richtige Verwendungszeit schließen lassen. Überwiegend wurden diese aber portofrei ohne Marke versandt und lassen keinen Schluß auf das tatsachliche Verwendungsjahr zu.


    Einen Brief dieser Korrespondenz mit Pfennigmarke aus 1877 habe ich beigefügt (vergleiche bitte das Schriftbild!).
    Weiterhin zwei Briefe aus dem Jahr 1875 mit dem in der Kreuzerzeit verwendeten Stempel, hier in blau und
    einen Brief aus der Pfennigzeit aus dem Jahr 1877 mit dem stark abgenutzten Stempel aus der Kreuzerzeit.


    Gruß
    bayernjäger

  • Hallo bayern klasssich,


    vielen Dank für die Innenseite. Es ist exakt der gleiche Vordruck wie bei den anderen Briefen. Verwendung ab 1877.


    Gruß
    bayernjäger

  • Hallo bayernjäger,


    machst du mir keine Hoffnung auf die Kreuzerzeit, indem du den Schweinfurter etwas früher datieren könntest?


    Liebe Grüsse von bayern klassisch

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

  • Hallo bayern klassisch,


    nix zu machen! Ein ähnlicher Stempel existierte zwar schon in der Kreuzerzeit. Eindeutiges Unterscheidungszeichen sind die Abkürzungen "Vm" und "Nm". Kreuzerzeit in Antiqua, Pfennigzeit in Grotesk. Dein Stempel zeigt Buchstaben in Grotesk.


    Gruß
    bayernjäger

  • Hallo zusammen,


    dann möchte ich meine Belege und Marken mit Zierstempel auch zeigen.


    Bild 1+2 Briefhülle von Aub nach Ochsenfurt, doppelt verwendet.


    Bild 3+4 Regierungssache-Militaria Brief von 1870 von Hemau nach ???, leider kann ich den Text nicht lesen, könnte mir da wer helfen? Speziell die blau unterstrichene Zeile.


    Bild 5 Regierungssache-Militaria Brief von 1870 von Hemau nach Neumarkt.

  • Bild 6 Regierungssache von Hofheim nach Schweinfurt.


    Bild 7 Regierungssache von Neustadt nach Bischofsheim von 1868.


    Bild 8 Regierungssache von Türkheim nach Großaitingen.


    Bild 9 Brief von Simbach nach Pfarrkirchen. Dieser Brief hat ein seltsames Maß, er ist über 30 cm. breit.


    Bild 10 einige lose Marken.



    viele Grüße von woodcraft

  • Hallo,


    zu der o.a. Einzelmarke mit Ziereinkreiser Frankenthal hat sich dann noch ein Briefschen dazu gesellt. Da sitzt er mal als Aufgabeabschlag neben der Marke. :D


    Schönen Gruß


    vom Pälzer

  • Hallo woodcraft,


    schöne Abschläge - prima. Dein 2. Brief lief nach Sonderhofen bei Aub (ca. 6 km nordwestlich von Aub gelegen).


    Hallo Pälzer,


    wer den nicht auch gekauft oder zumindest gewollt hätte, sollte Bund und Berlin sammeln. :thumbsup:
    Traumbrief für jeden Pfalz- und Bayernsammler. :P:P


    Liebe Grüsse von bayern klassisch

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

  • Hallo woodcraft,


    schöne Strecke - der Brief lief nach Beratzhausen, der andere nach Neumarkt. Unterstrichen wurde: "Erhebung des Fleischaufschlages".


    Die Nr. 21 mit dem wunderbaren Vilshofen war mal in meiner Jugendsammlung. :love:


    Liebe Grüsse von bayern klassisch

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

  • Hallo Sammlerfreunde,


    nachdem wir weiter oben bereits einen "zierstücklosen" 22 mm-Einkreiser von bayern-kreuzer sehen durften, möchte ich mich mit selbigen anschließen, nachstehend jedoch auf Beleg zur Entwertung und als Aufgabeabschlag verwendet.


    Schönen 1.Mai noch wünscht alleseits


    der Pälzer :)


    ..ach ja: en passage - wie ein anderer Forumler es schön auszudrücken pflegt - habe ich bei dem Beleg den Plattenfehler II verdickte Wertziffer 7 im links unten mitnehmen dürfen

  • Hallo Pälzer,


    und wenn du mir jetzt noch die beiden Vermerke unten links erklären kannst, bekommst du die goldene Kokosnuß am Bande! 8o


    Liebe Grüsse von bayern klassisch

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

  • Hallo bk,


    nun, ich denke die Gesamttaxe nach Holland belief sich seinerzeit auf 7 Kr und der Brief ging Transit über Preussen. Das müssten dann 3 Kr = 1 Sgr für das Weiterfranco gewesen sein, und 4 Kr für Bayern. Die (bläulich-)schwarze Notierung wird wohl der Edenkobener Postmensch vorgenommen haben, die rote Wiederholung...umpf, da muss der Pälzer passen, kann sich aber da weder den Preusse noch den Holländer als Notierende vorstellen, evtl. das OPA ?


    Schönen Gruß !


    vom Pälzer

  • Hallo Pälzer,


    einige kurze Korrekturen:


    Transit via das Territorium des Norddeutschen Bundes, in dem Preußen zum 1.1.1868 aufgegagen war.


    Bayern erhielt 3 Kr., 4 Kr. (s. Notierung 1. Teil) wurde dem Bund als Weiterfranko ausgewiesen.
    Das war mathematisch richtig, währungstechnisch aber falsch, denn der NDB rechnete nur in Silbergroschen (auch im Süden!).


    Daher hat man beim vorgesetzten Postamt (Speyer) korrekt in 3/4 Sgr. reduziert, denn so sah es der Vertrag und die Ausführungsbestimmung vor.
    Tatsächlich waren aber 3/4 Sgr. nur 3 Kr., da ein Sgr. real 3,5 Kreuzer wertete.


    Also hat man tatsächlich 4 Kr. an den Bund vergütet, nur 3/4 Sgr. notiert (= 3 Kr.) und der Bund hat auch nur diese 3/4 Sgr. an die Niederlande weitergegeben und somit ... rrrrichtig, einen ganzen Kreuzer pro Brief von Bayern nach dorthin verdient!


    Liebe Grüsse von bayern klassisch

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus