Fremdentwertungen

  • ... sehr schönes und seltenes Stück - wohl von einem bayerischen Brief, der von Neu-Ulm via Ulm nach Württemberg bzw. von Nördlingen nach Württemberg geschickt worden war und den die württembergische Bahnpost (Fahrpostamt in Württemberg = Bahnpost) so "frisch" von Bayern zuspediert bekommen hatte, dass keine Zeit mehr für die Entwertung geblieben war. Fein!

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

  • zu deiner Beschreibung kann ich nur sagen:


    Die Beschreibung ist einwandfrei und in allen Teilen maximal informativ und sehr ausführlich.

    Also absoluter LUXUS.:thumbup::thumbup::thumbup:


    Dann lege ich mal meinen zweiten und letzten Württembergischen Bahnpoststempel nach.

    Schön zentrisch und auch besser abgeschlagen auf einer 10a.


    viele Grüße

    woodcraft

  • Liebe Gemeinde,

    weil wir grade bei fremden Bahnpostentwertungen sind. möchte ich auch eine Neuerwerbung zeigen.

    Ich habe vor vielen Jahren den Plan gefasst, eine Albenseite mit losen Marken mit Fremdentwertungen zu füllen. Die Seite ist noch etwas licht, den Plan verfolge ich jedoch nicht mehr Nachdruck. Wenn mir aber ein mir sehr akzeptabel und günstig erscheinendes Stück vor Augen kommt, dann schlage ich bisweilen noch zu. So geschehen kürzlich bei Rauhut.

    Der dreizeilige preussische Bahnpoststempel MINDEN - BERLIN ist glasklar auf der Nr. 3 abgeschlagen. Die Federstriche stören mich nicht, sind eher authentisch. Da hat zunächst einer versucht, die in Bayern unentwertet gebliebene Marke mit Strichen nachträglich zu entwerten, ehe er dann selbst oder ein anderer gemerkt hat, dass das nicht so gut gelungen ist, und den Bahnpoststempel angebracht hat.

    Ich glaube nicht, dass sich meine anderen Fremdentwertungen auf besagter Seite neben diesem Stück schämen müssen.


    Viele Grüße von maunzerle:thumbup:

    Bilder

    "Ein Leben ohne Philatelie (und Katzen) ist möglich, aber sinnlos!" (frei nach Loriot, bei dem es allerdings die Möpse waren - die mit vier Beinen wohlgemerkt)

  • Lieber Peter,


    deine Marke ist vom 6.7.1851, maximal vom 6.7.1852, wie ich anhand der Druckqualität und Ecken erkennen kann.


    So ein Unterfangen ist höchst lobenswert und in letzter Zeit gab es ja das ein oder andere feine Stück zu schnappen, wie unser Vorschreiber beweist.

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

  • Hallo bk,

    das ist eine ganz ganz kleine Kiste, aber einen hätte ich noch.


    Hallo maunzerle,

    deine Marke hab ich auch gesehen, Glückwunsch dazu, ich konnte bei Rauhut die folgende Marke erwerben:


    Es ist eine 9b mit dem TUT-Vierring 377 von der Werrabahn.


    viele Grüße

    woodcraft

  • Hallo woodcraft,


    Deine Bahnpostabstempelung ist im Gegensatz zu der meinigen keine Kontravention, sondern eine vorschriftsgemäße Entwertung und stellt daher schon etwas Besonderes dar. Die Werrabahn ging ja bis Lichtenfels, also bis nach Bayern herein. Wer also in Lichtenfels der Thurn- und Taxis'schen Bahnpost einen mit bayerischer Marke entwerteten Brief übergab, was nicht gegen die Vorschrift war, der erhielt darauf einen fremden Stempel. TuT-Bahnpoststempel in gleicher Verwendung gibt es noch von den Strecken Mainz - Worms (der Bahnpostwagen blieb bis Ludwigshafen angehängt) und Mainz - Aschaffenburg.


    Viele Grüße von maunzerle:thumbup:

    "Ein Leben ohne Philatelie (und Katzen) ist möglich, aber sinnlos!" (frei nach Loriot, bei dem es allerdings die Möpse waren - die mit vier Beinen wohlgemerkt)

  • ... und trotzdem ist es ein "eye-catcher" erster Güte, so einen Abschlag auf einer perfekten Marke (mit Plattenfehler!) zu bekommen - Glückwunsch zu dieser Strecke Fremdentwertungen.

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus