Stempelgebühr mit ins Porto einbezogen

  • Neulich konnte ich einen frischen Posten mit Altbriefen durchforsten und bin unter anderem auf die folgenden zwei Briefe gestoßen:

    Brief auf Stempelpapier 6 Kr aus Stuttgart nach Wachbach vom 2. März 1813. Links unten steht Stempel 6 xr und es wurde sogleich das Porto von 8 Kreuzern darunter gesetzt.Das Gesamtporto besteht jetzt also aus einer fiskalischen und einer postalischen Gebühr.

    Der zweite Brief ist auch aus Stuttgart und lief nach Schramberg am 25. Nov 1816. Auch hier eine identische Vorgehensweise. Stempelgebühr und Porto in einem Betrag eingezogen.Wie kam jetzt der Absender an seine Stempelgebühr? Wurde das als Auslagenbrief behandelt? Oder bekam die Behörde bei der Auflieferung der Sendung die Stempelgebühr gut geschrieben?


    Kennt noch jemand solche Belege - müssen nicht aus Württemberg sein?
    Gruß
    wuerttemberger

    Sie haben mich nicht nur nicht eingeladen, ich habe auch abgesagt.


    Joachim Ringelnatz

  • Hallo Axel,


    kann mich nicht erinnern, solch einen Brief gesehen zu haben.
    Evtl. weiß Hans Renn aus Köln hierzu bescheid.


    Habe lediglich einen Postschein aus Kirchenthumbach von 1840, bei dem Postexpeditor Johann Georg Nietsche der Auerbacher Postbötin folgendes bestätigt: "Für zwei Stempelbögen zu 7 Kreuzer und 2 Kreuzer Botenlohn mit dem Franko von 14 Kreuzer, zusammen 23 Kreuzer. Sie nahm also von der Postexpedition Kirchenthumbach zwei Bögen mit Stempelpapier von 7 Kreuzer nach Auerbach mit. So auch noch nicht gesehen.


    Beste Grüße,
    Hermann

  • Hallo Axel,


    bei diesen Frankobrief könnten die 9 Kreuzer als Porto, auch die "Stempelgebühr" sein:
    Eingeschriebener Frankobrief (4 Kreuzer Franko) aus Stöckach bei Hassfurt mit Aufgabestempel HASSFURTH 18.2.1840, nach Oberailsfeld in der Fränkischen Schweiz. Beim Empfänger wurden 9 Kreuzer eingezogen. Innen ist u.a. vermerkt "....Stempel bescheinigen...".



    Beste Grüße,
    Hermann