von / nach / durch Magdeburg

  • Lieber Ulf,
    ein schönes Stück. Die Verteilung der Marken auf dem Brief ist ja auch nicht so häufig.
    Viele Grüße von
    Erwin W.

    viele Grüße
    Erwin W.
    preussen_fan

  • Liebe Sammelfreunde


    einen netten Brief an den Rittergutsbesitzer Herrn Brand von Lindau, gelaufen am 02.03.1822 nach Schmerwitz habe ich bekommen.
    Jedenfalls ist noch "de Burg" und auch "Loburg" ? notiert wurden - eine Taxierung die mir echte Kopfschmerzen macht. Mir scheint es, als wenn er von Ort zu Ort gesendet wurde, jedoch sicher bin ich mir nicht. Der Inhalt ist nur aus Magdeburg.
    Ideen sind gefragt…


    Mit freundlichem Sammlergruss


    Ulf

  • Lieber Magdeburger,


    "de Burg" lese ich auch - links steht in Rötel "Coburg". Zu den Taxen kann ich wenig beitragen ...

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

  • Lieber Ulf,


    Loburg war sicherlich eine Leitangabe, der Ort liegt auf halber Strecke zwischen Magdeburg und Schmerwitz.
    Schmerwitz lag im Zustellbezirk des Postamts in Wiesenburg (Mark).
    Ist sicher, dass der Brief in Magdeburg aufgegeben wurde? Die Angabe de Burg 1t(en) M(ärz) würde ich für einen Aufgabevermerk halten. Die handschriftliche Aufgabe ist aber erstaunlich, da das Postamt in Burg seit 1817 einen Stempel geführt hat.
    Alternative: Wenn bei "de Burg" eine "3" stehen würde, könnte man den Brief von Magdeburg über Burg - Loburg nach Wiesenburg gesandt haben ... (Was mich etwas wundern würde, da Magdeburg sicherlich viele Postkurse ins Umland hatte und die Leitung über Burg ist ein Umweg)


    Die Taxierung sehe ich auch so, dass sie von Ort zu Ort aufgebaut wurde. Erst 1 1/2 gGr., dann 3 gGr. und dann incl. Zustellung 4 gGr.


    Gruß
    Michael

    Preußen mit Transiten

  • Lieber Ulf,
    Neben de Burg steht wohl noch das Datum 17 März. Das ist ja 15 Tage später als das Stempeldatum.
    Viele Grüße von
    Erwin W.

    viele Grüße
    Erwin W.
    preussen_fan

  • Hallo in die Runde


    danke erstmal für die Statements


    Der Brief ist in Magdeburg am 20. Februar 1820 (nicht wie oben aus dem Jahre 1822!) geschrieben worden - so zumindestens die Datierung. Es gibt auch keine Anzeichen dafür, dass Teile des Inhalts abhanden gekommen sind. Der Brief selbst stammt vom Justiz-Commisarius Silberschlag. Dies erklärt ggf. auch die zeitliche Differenz zwischen Schreiben + Aufgabe.


    Wenn ich so die Taxierungen sehe, könnte von einer Nachsendung ausgegangen werden. Die 1 1/2 Ggr. hätten höchstwahrscheinlich bis Schmerwitz ausgereicht.
    Da die Aufgabe von Magdeburg doppelt schwach gestrichen ist und daneben "de Burg 17 Mart" steht, wäre es wie eine Aufgabe des Briefes. Also müßte der Brief auch immer nach Burg gekommen sein. Dafür dann weitere 1 1/2 Ggr. = 3 Ggr. nun gesamt. (eventuell wurden mehrere Brief an den Empfänger zusammengebunden und nur einmal beschriftet...) Möglicherweise ging es von dort dann nach Loburg für einen weiteren Guten Groschen.


    Das alles ist natürlich reine Spekulation.


    Mit freundlichem Sammlergruss


    Ulf

  • Liebe Sammelfreunde


    heute ein Beleg vom 03.08.1859 aus Langnau (Schweiz) nach Magdeburg.

    Der Brief dürfte doppelt schwer gewesen, da 10 Sgr. Porto, die sich in 4 Sgr. für die Schweiz + 6 Sgr. Postvereinsporto, anfielen.

    Allerdings erschliesst sich mir die "12" und der andere blaue Krakel nicht so recht.


    Mit freundlichem Sammlergruss


    Ulf

  • Lieber Ulf,


    schönes Stück! Die CH wollte 12x von Baden bonifiziert haben. Badens Bahnpost rechnete diese in 4 Sgr. um und wollte für sich weitere 6 Sgr. haben.


    Für Baden war das ein gutes Geschäft, denn man bekam paritätisch 10 Groschen = 35 Kreuzer und musste nur 12 davon der CH abführen. Für 23x war auch dein doppelt schwerer Brief (1 Loth bis unter 2 Loth) noch ein Bombengeschäft.

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus