Post-Contraventionen

  • Lieber Ulf,


    die Reco-Nummer 240 steht unterhalb des Aufgabestempels.
    Die Briefkasten-Variante halte ich auch für eine wahrscheinliche Lösung, wenngleich die Ähnlichkeit von Tinte und Schreibweise bei Gewichtsangabe und Reco-Vermerk schon zu denken gibt.


    Gruß

    Michael

    Preußen mit Transiten

  • Lieber Michael


    die Reko-Nummer habe ich trotz deines Hinweises erst beim dritten Male gesehen...


    Die Vorgehensweise bei Briefkastenbriefen, (ich gehe mal von Magdeburg aus - welche sich aus den von 1849 beschlossenen Expeditionsvorschriften ergeben), dürfte so sein:


    Die Briefträger, welche auch die Briefkästen leerten, unterstanden der Decartierung. Diese Expedition ihrerseits kümmerte sich um den gesamten Postein- und abgang. Dazu zählte das packen und wiegen der Briefbeutel für die abgebenden Post, die eingehende Post wurde gewogen, die Beutel zu öffnen und ausgabezustempelt, in die Ausgabebücher zu vermerkt und den Briefträgern übergeben. Nicht zustellbare Post kam ebenfalls zur Decartierung zurück.

    Die Briefkastenbelege wurden somit bei der Decartierung abgegeben, wo sie auch gewogen wurden. Allerdings erfolgte dort i.d.R. keine Taxierung, sondern bei der zuständigen Briefannahme, wo sie auch aufgabegestempelt wurde. Auch die Aufnahme in die entsprechenden Bücher erfolgte dort. Dies würde die unterschiedliche Hand begründen.


    Mit freundlichem Sammlergruss


    Ulf