USA - Württemberg

  • Thanks from Taizhou :-)

    Grüße aus Bempflingen
    Ulrich


    Das Leben ist viel zu kurz um es mit billigen Weinen und den falschen Menschen zu verbringen. (Lebensweisheit, inspiriert bei Goethe) :-)

  • Beide Briefe aus 1855 und 1856, aus Philadelphia, über New York nach Reutlingen, an den gleichen Empfänger!


    Oben links würde ich lesen dass es sich um eine Nachlasssache gehndelt hat.


    Das Interessante an dem Paar sind die unterschiedlichen Laufwege:


    - die berühmten 45 Kreuzer- 1856


    - die nicht ganz so häufigen 33 Kreuzer über Bremen - mit der Aufteilung im Stempel 24/9 - 1855


    wieder einmal wäre ich Dankbar wenn es gelänge die Laufwege mit den Schiffen zu belegen.


    Beim oberen Belege würde ich vom Laufweg über Aachen ausgehen, finde aber keinerlei Stempel zum Laufweg.

  • Hallo Ulrich,


    schöne Stücke, aber die meisten USA - Briefe heute laufen ja nach Württemberg. :)


    Beim 2. ist der 30 Cents - Stempel drauf, der ja falsch war, weil er eben nicht mit der PCM lief, sondern via Bremen. Es ist immer wieder erstaunlich für mich zu sehen, wie viele Briefe, porto wie franko, falsch taxiert, gestempelt oder vorausbezahlt wurden, wenn man sieht, wie sie dann tatsächlich liefen. Vermutlich eine Nullrechnung in toto, aber dennoch immer interessant zu sehen.

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

    Einmal editiert, zuletzt von bayern klassisch ()

  • Hallo Ulrich,
    Der 45x-Brief lief mit der amerikanischen Collins-Linie, Schiff Atlantic am 16.8.1856 aus New York nach Liverpool, Ankunft 28.8. und dann über Belgien und Aachen Richtung Süden.
    Der 2.Brief war ürsprünglich, wie Ralph schon richtig bemerkte, auch für die Prussian Closed mail vorgesehen, lief dann aber über Bremen.
    Auf der Rückseite im Frankfurt-Stempel meine ich aber 1855 zu lesen, das würde auch auf den Transit mit der Ocean-Linie passen, Schiff Washington, die aus New York am 06.10.1855 nach Bremen fuhr und dort am 23.10. ankam.
    LG
    Christian

  • schöne Stücke, aber die meisten USA - Briefe heute laufen ja nach Württemberg. :)


    Trotzzdem keine Massenware ! :-) - Zumindest die "Dinger" welche nicht 45 oder 90 Kreuzer zeigen :-)


    Was hat diese "Fehlleitung" für eine Auswirkung auf die Gebührenaufteilung, wer wurde jetzt da "beschissen" oder hat provitiert?


    Leitwege , 1855 passt!

    Grüße aus Bempflingen
    Ulrich


    Das Leben ist viel zu kurz um es mit billigen Weinen und den falschen Menschen zu verbringen. (Lebensweisheit, inspiriert bei Goethe) :-)

  • Hallo Ulrich,


    egal in welcher Richtung - eine Post belastete bei Portobriefen eine andere. Diese so belastete Post belastete wieder eine andere - ob mit dem ursprünglichen Belastungsbetrag, oder einem modifizierten, ist die Frage.


    Wenn bei der PCM das Porto deutlich höher war, als bei der Bremen - Mail, musste die 1. dekartierende Poststelle diese zu hohe Forderung reduzieren und die für den tatsächlichen Laufweg korrekte Portobelastung festsetzen.


    Bei der PCM waren von dem Gesamtporto von 30 Cents = 45x nur 23 Cents "verplant" - die restlichen 7 Cents waren Belgien (2 Cents) für den Transit und Preußen (5 Cents) als Vereinsaufgabepost zu kreditieren. Preussen nahm also die Komplettbelastung auf sich, um von der Abgabepost (Württemberg) mit 13 Sgr. korrekt abgefunden zu werden.


    Hier bei deinem Brief wurde Preussen (und Belgien) aber gar nicht erst involviert, weil die US - Post den Brief einem Schiff mitgab, das nach Bremen fuhr, wodurch sich eine so hohe Forderung, wie bei der PCM, gar nicht durchsetzen ließ. Diese hohe Forderung war ja nur der Schnelligkeit der PCM geschuldet und hier über Bremen dauerte es halt üblicherweise länger und war dadurch günstiger.


    Die US - Post musste also ihre Forderung reduzieren auf den für Bremen - Mail üblichen Satz und das war ja auch nicht so wenig.

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

  • es gibt im Thread Belege fast allen Alters, ich wage also euch meinen Neuzugang vorzustellen. Wurde aber auch Zeit dass ich da endlich einmal einen Treffer lande ^^ :


    attraktive Ganzsache zu 1 cent aus den USA nach Schramberg. Der Stempel von Washington mit Datum 14 NOV 1893 (ein Dienstag) ist richtig gut gelungen. So auch der Ankunftstempel von Schramberg auf dem Verso, Datum 25 NOV 93. Laufzeit knappe 12 Tage, schneller geht das heute auch nicht. Adressiert an Maria Eugene Villeroy, Direktor der V&B Niederlassung von Schramberg. Absender war der Ingenieur und Patent Agent G. Dittmar aus Washington D.C. Auf die Schnelle konnte ich keine Angaben zur Person finden.




    Phila-Gruß


    Lulu

  • ... eine wunderschöne Ganzsache, liebe Lulu - da haben die Amis sich etwas ganz Tolles einfallen lassen (wenn ich da die bayerischen Ganzsachen im Vergleich sehe ... :thumbdown: )

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

  • attraktive Ganzsache zu 1 cent aus den USA nach Schramberg.


    Schönes Stück - congrats, als 1 Cent Drucksache Ausland garantiert auch keine Massenware!

    Grüße aus Bempflingen
    Ulrich


    Das Leben ist viel zu kurz um es mit billigen Weinen und den falschen Menschen zu verbringen. (Lebensweisheit, inspiriert bei Goethe) :-)

  • ...kann der Vorrede nur zustimmen. Bislang so ca. über 120 USA-Belege in der IM-Sammlung, Bestand an kuvertierten 1ct Drucksachen: 0

    .

    Viele Grüße

    vom Pälzer :thumbup: