1 Kr rosa - 3I und 3II

  • Hallo,


    zeige hier einen Ortsbrief aus München vom 24. März 1861, frankiert mit einer 3I. Der Farbton der Marke ist m.E. ungewöhnlich schwärzlich("schmutzig")-dunkelrosa, anders als man das vielleicht von der "b"-Variante her kennt. Ein als 3Ib geprüftes Briefstück sowie ein Einzelstück sind als Referenzexemplare daneben zu sehen.
    Ich bin alles andere als ein Farbenfan, und die 3Ib interessiert mich gar nicht. Mich interessiert nur, ob es bei dieser Marke Verfärbungen im Sinne von Oxidation oder Bleisulfidschäden gibt.
    Kann dazu jemand etwas sagen/zeigen?

  • Hallo Mikrokern,


    Bleisulfidschäden habe ich bei den "roten" Quadraten bisher nur einige wenige Male bei der Nr. 9 gesehen. Eine Marke davon war sogar fast schwarz. Bei der Nr 3 sind mir "Schwärzungen" noch nicht begegnet.


    Grüße aus Frankfurt
    hasselbert

  • Also meiner Meinung nach ist diese Marke sehr anfällig für Verfärbungen, ob es jetzt Oxydation, Bleisulfitschaden oder was anderes ist kann ich nicht sagen, jedenfalls habe ich mittlerweile viele Stücke in der Hand gehabt die eindeutig stellenweise 'nachgedunkelt' haben.

  • Hallo zusammen, hallo mikrokern,


    das hat mir jetzt keine Ruhe gelassen und ich habe meine Bestände durchforstet. Tatsächlich habe ich - neben einer 1 Kreuzer gelb - eine Nr. 3 und eine Nr. 9 mit Bleisulfitschäden gefunden. Die 3 Kreuzer rot hat eine fast brombeerschwarze Farbe. Jetzt muß ich wohl auch hier die Augen beim Kauf offenhalten. Ob 1870/71 hiermit Erfahrung hat? :?:


    Grüße aus Frankfurt
    hasselbert

  • Hallo zusammen!


    Hier noch 2 Neuzugänge vom gestrigen Tauschtag.


    Schöne Grüße


    Bayern-Nerv Volker

    Bilder

    Nimm dir im Leben ruhig die Zeit zum Sammeln und genieße einen guten Wein, denn die gesammelte Zeit nimmt dir irgendwann das Leben und dann wird man um dich weinen. (V.R.)


    Bayernfarbenvielfaltverrückt - warum nicht?

  • Hallo,


    die von Mircrokern angesprochenen Verfärbungen lassen sich sehr gut an den Neuerwerbungen von Bayern-nerv erkennen und entsprechen auch den von mir seit Jahren beobachteten Veränderungen. Mit geringen Aufwand läßt sich dies aber beheben; und nicht nur bei losen Marken!


    Beste
    1870/71

  • Hallo 187/71,
    ich kann bei den beiden Bayern-Nerv-3Iern keine Verfärbungen erkennen!
    Und wie sollte die auf meinem Brief zu entfernen sein?

    Beste Grüsse vom
    µkern

  • Hallo Mikrokern,


    die bayrische 3 gehört auch zu den gefährdeten Marken die von Bleisulfidschäden betroffen sind.


    wenn es Dich nicht stört, dass nach einer etwaigen Prüfung der Brief als gereinigt gilt, kannst Du Dich mit einer 3% Wasserstoffperoxidlösung versuchen. Einfach betupfen und danach mit Wasser reichlich nachtupfen. Ein bisschen Fingerspitzengefühl gehört dazu. Ob es ewig hält kann ich Dir nicht sagen. Die ersten Marken habe ich vor mehr als 3 Jahren behandelt und sie sehen immer noch gut aus.
    Ob man es macht oder nicht sollte man aber selbst entscheiden.


    Als Beispiel kann ich Dir was Preußisches von mir zeigen.



    schönen Gruss


    ...kleiner Nachtrag noch. Preußische gehen irgendwie besser. eine fast schwarze bayrische 8 wird nicht mehr gelb.
    Peter

  • eine fast schwarze bayrische 8 wird nicht mehr gelb.

    Nein, brauch man nicht, dann ist es ein schwarzer einser :D :D :D



    Viele Grüsse
    Nils

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis grösser als in der Theorie.

  • Hallo Nils,


    der war gut! Spaß beiseite - es ist schon ärgerlich, wenn unsere Marken teils so herunter kommen. Da ist der Tipp von Peter eine feine Sache.


    Liebe Grüsse von bayern klassisch

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

    Einmal editiert, zuletzt von bayern klassisch ()

  • Hallo Microkern,


    erste Anzeichen einer Farbveränderung kannst du bei beiden von Bayernnerv gezeigten 3I unten links erkennen. Peterhz beschreibt die Auffrischung betroffener Marken. Eine 3% Wasserstoffperoxidlösung ist oftmals nicht ausreichend, läßt sich aber von Fall zu Fall leicht verändern.


    Lieber Nils,


    deine Idee mit dem "Schwarzen Einser" aus der 8I ist wirklich gut. Du kannst aber wegen dem Seidenfaden nur ungebrauchte "Gelbe" nehmen, dann hast du einen perfekten Probedruck.


    Gruss
    1870/71

  • Hallo 1870/71 und peterhz,
    vielen Dank für den Exkurs in die Küche der Alchimisten...
    Werde das mit der 3%-H2O2-Lösung ausprobieren. Wie lane muss das denn auf der Marke inkubieren?
    Und sieht man dann hinterher nicht hässliche Wasserflecken auf dem Brief (um die Marke herum)?

    Beste Grüsse vom
    µkern

  • Hallo Mikrokern,


    ich rate dir von ersten Versuchen an einem Brief ab. Taste dich mal mit losen Marken vor, die du komplett in die Lösung eintauchst. Je nach Verfärbung kannst du die Lösung optimieren. Und bitte, anschließend das Wässern nicht vergessen!


    Gruss
    1870/71

  • Hallo zusammen,


    mikrokern


    ....wenn Du in die Apotheke gehst um das Wasserstoffperoxid zu kaufen , könntest Du dir auch gleich eine Flasche destilliertes Wasser dazu geben lassen.


    Ich finde die Nr. 3 ist in Ihren Druckerscheinungsbild recht schwankend. Von sehr klar bis ziemlich Undeutlich.


    Bei diesem Brief aus Fürth vom 10.03.60 finde ich das Erscheinungsbild sehr undeutlich.
    Auch denke ich das der Brief mal ein Streifband hatte.



    schönen Gruss


    Peter


  • Hallo Peter,


    ich denke auch, dass ein Bändchen drum war - aber das flog oft in die Rundablage.


    Prinzipiell gilt, dass die trockenen und klaren Drucke frühe Auflagen waren, die auch weniger deutlich abgerundete Ecken hatten, als die späteren Marken.


    Liebe Grüsse von Bayern klassisch

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus