Einführung von thurn und taxisschen Paketaufklebezettel

  • zum Aufbau meiner Sammlung suche ich natürlich auch solche Stücke :D
    Hatten die Hansestädte einen eigenen Status? Die Generalen nehmen diese immer aus (ausschliesslich der Hansestädte)

    Wein- und Sektstadt Hochheim am Main

  • Die Hansestädte hatten nur Briefposten, da dort noch andere Poststellen waren, die die Fahrpost abdeckten.

    Ein Mensch im Getümmel der Welt ohne Verstellung, ist wie ein Weib im Theater ohne Schminke.
    (B. Krebs, Schriftproben der Andreaeischen Schriftgießerey Frankfurt, um 1840)

  • Nachdem ich mich nun einige Tage mit der Suche im Internet beschäftigt habe ist die Erkenntnis groß, dass nicht viel publiziert wurde.
    Im zweiten Nachtrag zum revidirten Postvereinsvertrag vom 26. Februar 1857 (Abschluß) sind die Paket und Wertgebühren abgedruckt. Diese habe ich endlich einmal als Tabelle zur freien Verfügung übernommen. Da diese (Pakettaxe) aber nur in Silbergroschen vorliegt würde ich gerne die Taxen in Süddeutscher Währung (fl./kr.) sowie in Österreichischer Währung (fl./k.) beisetzen.
    Hat jemand zufällig die Paritäten zum 01. Juli 1858 oder eventuell eine gedruckte Tabelle mit diesen Angaben? Ich denke von Thaler zu österreichischen Gulden ist sie 1 zu 3. Bei den süddeutschen Gulden sieht es komplizierter aus.


    PS: merke gerade dass excel Dateien nicht hochgeladen werden können. Schade. Dann halt per link


    Pakettaxen 1858

    Wein- und Sektstadt Hochheim am Main

  • Dankeschön. Habe jetzt mal die Paritäten eingefügt und wie in Artikel 6 beschrieben die Minimalsätze gekennzeichnet.
    Noch eine weitere Frage. Gibt es ein Postorteverzeichnis für Bayern indem die Taxquadrate in denen sie gelegen waren mitaufgeführt sind?


    Pakettaxen 1858

    Wein- und Sektstadt Hochheim am Main

  • Hallo guy69


    also mochmal alle Reduktionen:
    1 Sgr = 3,5 Kreuzer südl. Währung = 3 Kreuzer C.M. = 5 Neukruzer


    je angefangenes Pfund je Progressionsstufe waren 2 Pfennige (vom Silbergroschen mit 12 Pfennig-Teilung) = 7/12 Kreuzer süd. = 0,5 Kreuzer C.M. = 5/6 Neukreuzer zu zahlen.


    Im DÖPV galt allgemein bis 31.12.1857 als eine Progressionstufe von 5 zu 5 Meilen (bis Taxgrenzpunkt), ab 01.01.1858 von 4 zu 4 Meilen. Die Progressionsstufe sollte nun auch siegelseitig notiert werden.
    Am 01.01.1861 galten teilweise neue Taxen und auch teilweise neue Bestimmungen, bspw. zum Procura bei Postvorschuß.


    Ich besitze keine Taxquadratzahlen usw.
    Einzig die entsprechenden Zahlen ab 01.01.1868 des Norddeutscher Postbezirk.


    Mit freundlichem Sammlergruss


    Ulf

  • Hallo guy69


    in dem Preussenstudien 127/2011 wurde edliches zu den taxischen Verhältnissen in Vergleich zu Preussen geschrieben, alles unter der Überschrift: Heinrich v. Stephan - Der preussische und der taxis'sche Posttarif und ihre thunlichste Verschmelzung


    Darin wurde vermerkt, dass Pakete von mehr als 1/2 Pfund, mindestens das Doppelte des Briefportos, also ... bei 3 bis 15 Meilen 8 Kreuzer oder 2 Sgr ... kostete.


    Weiter wird geschrieben, dass die Reduktion von 2 Sgr auf 8 Kreuzer einer von den bekannten Taxis'schen Reduktionskunstgriffen war.


    Mit freundlichem Sammlergruss


    Ulf

  • Hallo Ulf
    Interessante Neuigkeiten. Danke dafür. Wäre es möglich eine Koüie davon zu bekommen?


    Viele Grüße
    Harald

    Wein- und Sektstadt Hochheim am Main

  • Hallo zusammen,


    ich habe hier einen Paketbegleitbrief (Fahrpost) vom 27. April 1860 von Coburg nach Lichtenfels.
    Ich würde mich über Hilfe beim Beschreiben sehr freuen.
    Vorderseite:
    links oben Gewicht für das Paket 22 Pfund 24 Loth
    Herrn
    Heinrich Krauss
    Lichtenfels


    links unten der Vermerk Nebst
    die Zeile darunter kann ich nicht entziffern


    Rückseite:
    Taxisscher Aufkleber
    was bedeutet der schwarze Vermerk darunter?


    Vielen Dank für Eure Hilfe und noch
    einen schönen Sonntag.


    Beste Grüße
    Roda127

  • Hallo Roda127,


    hinten lese ich P. 1. für die 1. Entfernungsstufe?


    "Nebst CF No. 1 vers(iegeltes) Paq(uet) mit f (Gulden) 1200"

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

  • Hallo bayern klassisch,


    vielen Dank.


    Als "P" hätte ich den Krüppel nun gar nicht entziffert ?(
    Das "CF" in der unteren Zeile steht dann als Abkürzung, so steht es dann auch auf dem Paket, für den Absender Carl Fried. Franck.


    Liebe Grüße
    Roda127

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