Französische Zone

  • Hallo Jørgen,


    Ich vermute, es handelt sich um einen Einschreibebrief der 1. Gewichtsstufe bis 20 g, für den 42 Pf zu frankieren gewesen wären.
    Verklebt wurden - aus welchem Grund auch immer - allerdings nur 24 Pf und der Fehlbetrag von 18 Pf als einfache Nachgebühr beim
    Empfänger erhoben. Die handschriftliche Angabe "N8" lese ich mit etwas Phantasie als "N18" (der rechte Abstrich des N geht ganz schwach
    und etwas undeutlich erkennbar in eine "1" über).
    Bleibt die Frage warum nur die einfache und nicht die 1,5 fache Nachgebühr ("Strafporto") von 27 Pf gefordert wurde ???
    Mögliche Erklärung wäre, dass der Fehler also die Unterfrankatur beim abgehenden Postamt in Ludwigshafen passiert ist
    (Einschreibebriefe mussten ja am Schalter eingeliefert werden) und man das Versehen der Post nicht dem Kunden also Empfänger
    in Hannover durch ein zusätzliches Strafporto von 9 Pf anlasten wollte oder durfte ?


    Gruß oisch

    Wer später bremst,
    ist länger schnell !

  • Hallo Oisch


    Danke für Dein Antwort. Ich meine noch das ist ein Brief in 2. Gewichtsstufe und die "30" neben N8 ist die Gebühr für Einschreiben. Ich schaue ein vergröserung von dieser Merkung. Man kann auch sehen in den Seiten von der Brief das war etwas dicker als andere Briefe, möglich schwer zu sehen.


    Viele Grüße, Jørgen

  • Bleibt die Frage warum nur die einfache und nicht die 1,5 fache Nachgebühr ("Strafporto") von 27 Pf gefordert wurde?


    hallo zusammen,


    fehlendes Porto von Zusatzleistungen (Einschreiben, Eilpost, Nachnahme ...) war ohne Strafporto vom Empfänger einzufordern, in diesem Falle also 18Pf bei einfachem, 30Pf. bei Doppelbrief.


    Belege der Allgemeinen Ausgabe der Französischen Besatzungszone der Portoperiode bis 28.2.1946 sind nicht allzu häufig, da die Marken erst am 17.12.1945 / 11.1.1946 herausgegeben wurden und daher nur eine recht kurze Verwendungszeit gegeben war. Die Bogen der Wappenausgaben (Mi.1-10) wurde in zwei Teilbogen mit Zwischensteg gedruckt, wobei auf einem Leerfeld die Maschinennummer gedruckt wurde.



    Fernbrief mit Einschreiben am 16.2.1946 in Munderkingen aufgegeben und nach Kisslegg gesandt. Frankiert mit Zwischenstegpaar der 20Pf und Paar mit Leerfeld der 1Pf. Marken der Allgemeinen Ausgabe der Französischen Besatzungszone.


    besten Gruß
    Michael

  • hallo zusammen,


    die Zwischenstegpaare der Allgemeinen Ausgabe sind immer wieder ein eyecatcher (schwäbisch: Hingucker).



    Einschreiben-Fernbrief am 23.1.1946 in Bad Teinach aufgegeben und nach Weilheim-Teck gesandt. Er erhielt den Landpoststempel "Bad Teinach Bahnhof" und die Frankatur wurde in Calw gestempelt. Der Brief durchlief die Amerikanische Zensur und erreichte seinen Empfänger erst am 31.1.1946.


    besten Gruß
    Michael

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